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Die Walnuss- Baum des Jahres 2008


Das Kuratorium „Baum des Jahres“ hat für das Jahr 2008 den 20. Jahresbaum erklärt. Der Walnussbaum (Juglans regia L.) – auch einfach als „Walnuss“ bezeichnet - ist der „Baum des Jahres“. Nach Schwarzpappel und Waldkiefer fiel nun die Wahl auf einen Baum, zu dem die Menschen eine besondere Beziehung haben und der deshalb auch häufig im direkten Umfeld der Menschen anzutreffen ist.

Ursprünglich auf dem Balkan und in Asien beheimatet, ist der Walnussbaum heute in weiten Gebieten der gemäßigten Zonen der Nordhalbkugel anzutreffen. Der licht- und wärmebedürftige Baum kann über 20 m hoch werden und ein recht hohes Alter von mehreren Hundert Jahren erreichen. Mit seiner ausgeprägten Pfahlwurzel ist er fest im Erdreich verankert und kann Stürmen gut widerstehen. Empfindlich reagiert der Baum auf Spätfröste, wie sie mitunter im Mai noch auftreten können.

Es sind vor allem zwei Dinge, die wir am Walnussbaum schätzen. Hier sind natürlich einmal die wohlschmeckenden Früchte des Baumes - die Walnüsse – zu nennen. Jene sind nicht nur pur ein Genuss, sondern werden auf vielfältige Art und Weise in zahlreichen (Süß)Speisen verarbeitet. Diese kulinarische Wertschätzung hat der Baum auch bei der Vergabe seines botanischen Namens erfahren. „Juglans regia“ bedeutet soviel, wie „die königliche Frucht des Jupiter“.

Die zweite Besonderheit des Baumes ist sein Holz, welches zu den wertvollsten aller heimischen Laubbaumarten zählt. Dieses Holz kann sehr unterschiedliche Strukturen aufweisen, die als gemasert, geriegelt oder geflammt bezeichnet werden und außerordentlich dekorativ sind. Daher wird mitunter sogar das Wurzelholz des Baumes verarbeitet. Die sonstigen Holzeigenschaften sind in etwa mit denen der Eiche vergleichbar.

Kein Wunder also, dass die Menschen den Walnussbaum gerne in ihrer Nähe anpflanzten. Noch heute ist er einer der beliebtesten Haus-, Hof- und Gartenbäume.

alle Bilder: Hubertus Schwarzentraub